Reisebericht

Fahrt zum Anne Frank Haus und meine Eindrücke

(von Keanu Hamers, 13 Jahre)

Am Samstag den 15.09.2019 ging es um 7 Uhr in aller Herrgottsfrühe endlich mit dem Bus los nach Amsterdam. Seit der Anmeldung vor einigen Monaten, freute ich mich unheimlich auf den Ausflug ins Anne Frank Haus, weil wir in der Schule auch über die Verfolgung der Juden gesprochen hatten. Ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde.

Bei der Ankunft am Anne Frank Haus war ich erstaunt, wie modern der Eingangsbereich des Museum im Gegensatz zu dem Hinterhaus gestaltet war. Die Besichtigung des Museums dauerte 1,5 Stunden. Ich fand es sehr gut, dass es viele originale Stücke (z.B. das Bücherregal) gab. Bemerkenswert finde ich, dass ein so junges Mädchen vor nichts und niemandem Angst hat, ohne die Gewissheit zu haben, wie lange sie noch leben wird. Außerdem bin ich erstaunt, dass Anne trotz der schwierigen Situation den Mut nicht verliert, das Beste aus den Umständen macht und weiter in ihren Tagebüchern schreibt. Gerade weil ich im ähnlichen Alter wie Anne bin, ist es für mich unvorstellbar und beängstigend, in ständiger Angst, mit vielen Leuten auf engem Raum, ohne Privatsphäre über Jahre zu leben. Besonders stark ist mir das klargeworden, als wir das winzige, dunkle Versteck im ersten Stock des Hinterhauses betraten.

Ich nehme für mich mit, das unsere „alltäglichen Probleme“ unglaublich klein sind, im Gegensatz zu dem, was die Juden damals durchleben mussten.

Ich halte es für wichtig, dass jeder sich mit der Geschichte von Anne befasst, damit wirklich jedem klar wird, das sowas nicht nochmal passieren darf.

 

Eine Fahrt gegen das Vergessen

Die gemeinsame Reise nach Amsterdam begann früh am Morgen. Die ersten Mitreisenden stiegen bereits um 06:30 Uhr in den Reisebus des Unternehmen Kroeffges aus Betteldorf ein und sammelten alle weiteren Freunde und Mitglieder des Uedelhovener Heimatvereins ein.

Gegen Mittag und bei schönstem Wetter betraten wir Amsterdamer Boden und machten uns auf den Weg zum Anne Frank Haus. Für 13 Uhr hatten wir Tickets für einen Besuch im Hause reserviert. Eine gemeinsame Besichtigung und mehrere emotionale Momente des Innehaltens folgten. Besonders das Durchgehen der Hinterhauszimmer, in dem Familie Frank, Familie van Pels und Fritz Pfeffer 2 Jahre lang im aufgezwungenen Untergrund lebten, war sehr erdrückend und gleichzeitig so nah.

Anschließend konnte man sich für eine Grachtenfahrt, freie Zeit zur Verfügung oder die Besichtigung des jüdischen Viertels entscheiden. Hierbei konnten weitere tiefe Einblicke in das Leben von Amsterdam geworfen werden.

In eigener Sache möchten wir daher darauf hinweisen, dass am. 09.11.2019 ein Ableger des Anne Frank Baumes in Uedelhoven gepflanzt wird und heißen dazu jeden herzlich Willkommen.

(von Michael)